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Rahmenbedingungen - Intensiv Pädagogische Maßnahmen

Die intensivpädagogischen Maßnahmen gliedern sich wie folgt:

  • außerschulischer Lernort Von-der-Helm-Straße
  • interne Lerngruppe Wiedemannstraße
  • Schulstation (angelehnt an sozialen Trainingsraum) an den Standorten Frankfurter Straße und Wiedemannstraße

1. außerschulischer Lernort Von-der-Helm-Straße

Der außerschulische Standort ist in einem eigenen Schulgebäude untergebracht.

 

Hier werden 16 bis max. 20 Schüler/innen (der Jahrgänge 1 bis 7) in zwei Lerngruppen von vier Sonderpädagogen/innen in Vollzeit betreut. Zusätzliche Unterstützung erfolgt durch einen Sozialpädagogen an einem Tag pro Woche (angestrebt wird eine tägliche Unterstützung). Ebenfalls wird angestrebt, eine/n FSJ´ler/in pro Lerngruppe bewilligt zu bekommen (was dringend erforderlich ist). Eine Entscheidung hierüber steht derzeit noch aus.

 

Zusatzangebote im musisch-kreativen Bereich werden über Honorarkräfte verwirklicht.

 

Folgende Räumlichkeiten stehen hier zur Verfügung:

  • 2 Lerngruppenräume
  • 1 großer Gemeinschaftsraum (genannt: Treffpunkt)
  • 1 kleiner Differenzierungsraum
  • 1 Psychomotorikraum
  • 1 Musikraum
  • 1 Küche mit Essraum
  • Großes Außengelände mit Schulhof und Gartenbereich

 

Die Form der Beschulung richtet sich ausschließlich nach den individuellen Möglichkeiten der Schüler/innen. Schultäglich ab 8.20 Uhr bis max. 9 Uhr ist Ankommenszeit im Treffpunkt für alle. Hier startet der Schultag ritualisiert. Von 9 Uhr bis 10 Uhr ist Unterrichtszeit in den Kernfächern (Deutsch/Mathe/Englisch). Zwischen 10 Uhr und 10.20 Uhr ist Schulhofpause. Von 10.20 Uhr bis 11.50 Uhr ist individualisierte Kernunterrichtszeit für alle. Zwischen 11.50 Uhr und 12 Uhr ist eine kurze Pause. Montags, mittwochs und donnerstags gibt es von 12 Uhr bis 13.30 Uhr verschiedene AG- und Sportangebote.

 

Es ist ein gemeinsames Erziehungskonzept erforderlich, das auf

  • intensivem, sensiblem und respektvollem Beziehungsaufbau

  • Entwicklung sozialer und schulischer Kompetenzen auf einem dem Schüler/der Schülerin angepassten Niveau

  • klaren, sicherheitsgebenden Strukturen, Grenzen, Regeln und Ritualen

  • Sensibilität für Übertragungen und Gegenübertragungen basiert

 

Angestrebt wird die Umsetzung des regulären richtlinienbezogenen Stundenplans, wobei individuelle Ausnahmen möglich sind; denn je nach individueller Belastbarkeit, Motivation und Zielsetzung muss die Schulzeit variieren. Dieses beinhaltet Klein-, Kleinst- und Einzelunterricht je nach Erfordernissen, die (evtl. täglich) individuell neu festgelegt werden müssen. Ritualisierte, transparente und verlässliche bieten notwendige Strukturen zur Alltagsbewältigung.

Zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts gehören neben den üblichen schulischen Inhalten:

  • tägliche Reflexions- und Einzelfallgespräche, nach Bedarf mit allen Beteiligten.

  • Ziel- und Perspektiventwicklung im Rahmen von Hilfen zur Erziehung gem. KJHG § 27

  • Hausbesuche

  • Hilfeplangespräche

  • Regelmäßiger Austausch und enge Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfeträger

  • Enge Zusammenarbeit mit externen Partnern (wie schulpsychologischer Dienst, SPZ, LVR-Kliniken, Jugendfreizeiteinrichtungen)

 

Darüber hinaus findet regelmäßig die Fachkonferenz „Intensivpädagogik“ statt. Durch den schulpsychologischen Dienst der Stadt Mönchengladbach werden die Mitarbeiter außerdem regelmäßig in Form einer Team-Supervision betreut.

2. interne Lerngruppe Wiedemannstraße

Die Lerngruppe ist ausgelegt für 8-10 Schüler/innen (der Jahrgänge 7 bis 10), die von zwei Sonderpädagogen/innen in Vollzeit betreut werden. Es stehen 3 Räume ausschließlich für diese Lerngruppe zur Verfügung: 1 Klassenraum, 1 Gruppenraum (gleicher Größe) und 1 kleiner Differenzierungsraum.

 

Diese Räume befinden sich auf dem gleichen Flur in direkter Nachbarschaft. Auf diesem Flur sind keine weiteren Klassen, wodurch eine relative Trennung von allen anderen Klassen des Standortes gewährleistet ist.

 

Zusätzlich können alle weiteren Funktionsräume des Standortes wie Küche, Bistro, Werkräume, Turnhalle etc. mit genutzt werden. Die Art und Weise der Beschulung ist weitestgehend identisch mit der Beschulung im außerschulischen Standort.

 

Allerdings spielt hier in der Sekundarstufe I die Berufsorientierung eine besonders wichtige Rolle (siehe Praxisprojekte „Schülerwerkstätten“): Nach dem offenen Anfang ab 8.15 Uhr beginnt der Unterrichtstag mit einem festen Lernblock (immer Deutsch oder Mathematik im täglichen Wechsel) von 8.30 Uhr bis zur Pause um 9.30 Uhr. Bis 9.45 Uhr ist Frühstückszeit, anschließend Hofpause.

 

Im 2. Lernblock von 10.05 Uhr bis 11.35 Uhr arbeiten die Schüler einzeln oder in Kleingruppen in verschiedenen Angeboten nach ihren Möglichkeiten. Einkaufen, Kochen, Werken, Basteln, praktische Arbeiten, Teilnahme an Schülerwerkstätten oder auch curriculares Lernen sind möglich. Die Schüler können phasenweise zwischen den Bereichen wechseln.

 

Im 3. Lernblock nach der 2. Hofpause gibt es für die Schüller, die dazu motiviert und in der Lage sind, erneut praktische oder freizeitorientierte Angebote bis 13.25 Uhr. Je nachdem, welche Angebote die Schüler nutzen oder welche Arbeiten sie ausführen, erhalten sie Punkte und Belohnungen in Form eines Token Systems. Oft finden nach der offiziellen Unterrichtszeit noch Einzelgespräche mit Schülern, Eltern und Betreuern/innen statt.